Die FVA -
Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt
Baden-Württemberg

Der Auftrag der FVA

Die FVA ist das Forschungsinstitut der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg.

Sie hat nach §76 LWaldG (Landeswaldgesetz) folgenden Auftrag:
  • Sie erarbeitet rationelle Möglichkeiten für die Forst- und Holzwirtschaft, die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes zu sichern. 
  • Sie untersucht die Beziehungen zwischen Wald und Umwelt.
Damit trägt die FVA zur Sicherung der Kompetenz der Landesforstverwaltung bei. Sie garantiert eine nachhaltige Forstwirtschaft auf der Grundlage der nationalen und internationalen Verpflichtungen (z. B. Rio-Folgeprozess und Helsinki-Kriterien). Dies gilt für die gesamte Waldfläche und für alle Waldfunktionen.

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Die Kernkompetenzen der FVA

Das Leitbild der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg ist dadurch gekennzeichnet, dass darin eine große Bandbreite an Tätigkeiten gespiegelt und eine Vielzahl unterschiedlicher Ansprüche formuliert werden.

Die FVA verfolgt dabei ganz grundsätzlich den Anspruch, in den drei verschiedenen Bereichen Forschung, Entwicklung und Kommunikation Kernkompetenzen aufzubauen und stetig weiterzuentwickeln:

Im Bereich der besonders auf langjährige Untersuchungsreihen angelegten wissenschaftlichen Forschung zu den Grundlagen des forstlichen Wirtschaftens („Langfristige Waldforschung“)

Das Hauptziel im Bereich der langfristigen Waldforschung an der FVA ist es, umfassende Informationen aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft zu erheben, die als Grundlagewissen für eine erfolgreiche und zukunftsfähige Forstwirtschaft notwendig sind. Neben der Bestandsaufnahme und Analyse gegenwärtiger Phänomene bzw. Grundbedingungen für die Forstwirtschaft ist es das Ziel, in landesweiten Erhebungen regelmäßig und auf Dauer alle relevanten Veränderungen dieser Informationen bzw. Daten nachzuzeichnen („Monitoring“). Dabei wird darauf geachtet, dass die unterschiedlichen Untersuchungs- bzw. Überwachungsgebiete inhaltlich vernetzt werden – d.h. dass ein Zusammenhang zwischen den in verschiedenen Arbeitsbereichen produzierten Erkenntnissen hergestellt wird.
Die aus dem Monitoring abgeleiteten Informationen sollen dabei über Baden-Württemberg hinaus in nationale und internationale Dokumentations- und Forschungsprogrammen einfließen und dadurch wertvolle Beiträge zur fachwissenschaftlichen Diskussion liefern.

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Im Bereich der Entwicklung von Verfahren, Instrumenten und Entscheidungshilfen zur Verbesserung der Praxis der Waldbewirtschaftung („Forschung und Entwicklung für die Praxis“)

In besonderem Maße ist es der Auftrag und das erklärte Ziel der FVA, im Rahmen ihrer Forschungen solche Instrumente, Verfahren und Produkte zu entwickeln, deren Anwendung in der forstliche Praxis zu einer nachhaltigen Sicherung aller Waldfunktionen (Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen) führt. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten orientieren sich dabei ausdrücklich am Bedarf von öffentlichen und privaten Kunden und richten sich nach den Gegebenheiten und Anforderungen der praktischen Waldbewirtschaftung. Um das Wissen aktuell, kundenbezogen und problemorientiert bereitstellen zu können, bedarf es eines fortgesetzten intensiven Austausches und gemeinsamer Diskussionen mit den Partnern aus der Praxis. Diese werden in der Regel an der Konzeption und Durchführung von Forschungsprojekten aktiv beteiligt. 
Vor allem die zukünftigen Bedürfnisse von forstlichen Praktikern gilt es rechtzeitig zu ermitteln. Mit Blick auf die zahlreichen Herausforderungen, vor denen die Waldwirtschaft in einer globalisierten und sich weiterhin beschleunigenden Welt steht, müssen Chancen und Risiken rechtzeitig erkannt werden. Die FVA arbeitet aktiv daran, dass die forstlichen Praktiker handlungsfähig bleiben und die Forstwirtschaft für die Zukunft gut gerüstet sind. Dies ist nur dann zu leisten, wenn die Forschung und Entwicklung in „Netzwerken“ geschieht – also auf fächerübergreifender und grenzüberschreitender Kooperation gründet. Auf diese Weise lassen sich neue Problemfelder leichter erkennen und Schritt für Schritt gemeinsam erschließen. 
Wichtige Indikatoren für den Erfolg solcher Bemühungen sind die Nachfrage nach Forschungsergebnissen durch die Forst- und Holzwirtschaft sowie der Erfolg bei der Einwerbung sog. „Drittmittel“, d.h. von Forschungsgeldern, die in der Konkurrenz mit anderen Forschungseinrichtungen (z.B. Universitäten, andere Versuchsanstalten) zusätzlich zum eigentlichen Forschungsetat der FVA eingeworben werden. 

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Im Bereich der Verbreitung, Übertragung und Diskussion von Wissen in der Kommunikation mit den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen bzw. Ansprechpartnern („Transfer von Wissen“)

Der Bereich der Verbreitung, Übertragung und Diskussion von Wissen nimmt in der Arbeit der FVA eine wichtige und in Zukunft wachsende Bedeutung ein. Der „Wissenstransfer“ betrifft dabei nicht allein die übliche Veröffentlichung aktueller Forschungs- oder Entwicklungsergebnisse in forstlichen Fachzeitschriften: Im Rahmen umfassender Maßnahmen des Wissenstransfers werden Informationen auch über Workshops, Tagungen, Schulungen etc. an Kunden vermittelt. Ausdrücklich zu erwähnen sind zudem zahlreiche Tätigkeiten im Bereich der Beratung, Aus– und Fortbildung sowie Serviceleistungen wie z.B. das Beantworten von Anfragen. 
Zur Vermittlung der Forschungsergebnisse nach innen kommt die Kommunikation mit den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppen bzw. Ansprechpartnern außerhalb der Forstwirtschaft hinzu: Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit bzw. Public Relations werden intensive Kontakte mit den Medien und gesellschaftlichen und politischen Interessenvertretern gepflegt.

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