Abteilung Boden und Umwelt

Arbeitsbereich Waldernährung und Melioration
[ Abteilung Boden und Umwelt ]    [ Arbeitsbereich ]
 

Waldernährung und Melioration

Arbeitsbereich ist 2012 ausgelaufen

Auf der Grundlage der Ergebnisse von Versuchsflächen sowie von Bodenzustands- und Ernährungsinventur werden Entwicklungen in der Verfügbarkeit von Nährelementen auch unter dem Aspekt einer intensivierten Biomassenutzung bewertet und die Notwendigkeit eines Kompensations- und Meliorationsbedarfs abgeleitet. Daraus wird ein mittelfristiges Konzeptes für die Bodenschutzkalkung erstellt und die Einzelfallberatung der Forstämter durchgeführt.

Die Erhebungen der Nadel- und Blattspiegelwerte zeigten landesweit seit 1983 auf einer Vielzahl von Standorten eine angespannte Nährelementversorgung. Hiervon waren insbesondere die Elemente Magnesium, Kalium und Phosphor betroffen. Parallel hierzu gingen aufgrund rückläufiger Schwefeleinträge die Schwefelgehalte deutlich zurück. Diese Trends wurden erstmals bei den Aufnahmen 2006 und 2007 durchbrochen, was als Nachwirkung des Extremsommers 2003 interpretiert wurde. Die Überwachung der Nährelementgehalte lieferte wertvolle Grundlagen für die Umsetzung des Bodenschutzkalkungskonzeptes und dessen detaillierte Steuerung (z.B. die Notwendigkeit der Beimischung eines Kaliumsalzes zur dolomitischen Grunddüngung im Bereich der Lehmsubstrate Oberschwabens und der Ostalb). Die Nährelementversorgung der Waldbestände ist aber auch ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der standörtlichen Nachhaltigkeit einer intensivierten Nutzung des Rohstoffes Holz. Überschreitet der Nährelemententzug die Bereitstellung der Nährstoffe aus organischer und mineralischer Substanz muss eine gezielte Rückführung zur Aufrechterhaltung der Nährstoffbilanz erfolgen.


nach oben

 Projekte im Arbeitsbereich


Bereits abgeschlossen