Gesamtkonzeption Waldnaturschutz

Hintergrund
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Naturschutz umfasst aus der fachdisziplinären und gesetzlichen Warte die Themenbereiche Artenschutz, Flächenschutz, Prozessschutz, Biodiversitätsschutz, Schutz abiotischer Ressourcen, die Sicherung biologischer Grundfunktionen, Mitwirkung bei der Steuerung der Landnutzung und landschaftsbezogene Erholung. Naturschutz ist vorrangig kein (natur)wissenschaftlicher Begriff, sondern ein gesellschaftlich-politisch geprägtes, normatives Leitbild. Das Verständnis von Naturschutz variiert im Laufe der Zeit entsprechend bestehender Wertvorstellungen. Demnach verlangt Naturschutz einen ständigen gesellschaftlichen Aushandlungsprozess, in dem die darauf beruhenden Bedingungen, Wertvorstellungen und Vorannahmen analysiert und dargelegt werden müssen.

Um den naturschutzfachlichen Ansprüchen gerecht zu werden, erfolgt bislang im Staatswald Baden-Württemberg die Umsetzung spezieller Naturschutzaspekte und Programme wie z.B. das Alt- und Totholzkonzept, die Waldbiotopkartierung, die Schutzgebietsprogramme (z.B. Ausweisung von Bann- und Schonwäldern), die Natura 2000-Gebiete oder der Auerhuhnaktionsplan. Von Seiten der Forstwirtschaft sowie auch des Naturschutzes gibt es jedoch keine umfassende Gesamtkonzeption zum Waldnaturschutz. Vielmehr existieren Teilstrategien, Naturschutzleitlinien und Einzelforderungen, die parallel nebeneinander stehen ohne auf vorhandene Konflikte und Synergien einzugehen.

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