Alt- und Totholzkonzept

Hintergrund
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Logo Totholzkonzept Im Auftrag des MLR wurde in einem gemeinsamen Projekt von FVA und LUBW ein Konzept entwickelt, mit dem eine nachhaltige Bereitstellung von Alt- und Totholz im Wirtschaftswald sicher gestellt und in die Waldbewirtschaftung integriert werden kann.
Die Umsetzung gewährleistet die Erfüllung der artenschutzrechtlichen Vorgaben für eine große Gruppe von geschützten, auf Alt- und Totholz angewiesener Arten. Das Konzept berücksichtigt die sich aus den Anforderungen der Arbeitssicherheit, Verkehrssicherung und Ökonomie ergebenden Zielkonflikte. Das Konzept wird im Staatswald ab dem Jahr 2010 flächendeckend umgesetzt.

Grundlage des Konzepts ist es, (Klein)Flächen dauerhaft oder periodisch aus der Bewirtschaftung zu nehmen und die aufstockenden Bäume der natürlichen Entwicklung und dem Zerfall zu überlassen. Die Flächen werden zwei unterschiedlichen Kategorien zugeordnet:

  1. Waldrefugien (WR): Bestände und Bestandteile ab etwa 1 Hektar Größe, die bestandesscharf abgegrenzt, forsteinrichtungstechnisch erfasst und dauerhaft aus der Bewirtschaftung genommen werden.
  2. Habitatbaumgruppen (HBG): Baumgruppen (etwa 15 Bäume), die in Hauptnutzungsbeständen ausgewählt und markiert werden und periodisch, d.h. bis zum Zusammenbruch und natürlichem Zerfall, aus der Bewirtschaftung genommen werden.

Neben der Ausweisung von Waldrefugien und Habitatbaumgruppen ist es aus artenschutzrechtlichen Gründen notwendig, auch bestimmte Einzelbäume, wie Horst- und Höhlenbäume, besonders zu berücksichtigen.

Arten

Das Alt- und Totholzkonzept für Baden-Württemberg wurde ausgehend von den speziellen Ansprüchen der Arten hergeleitet. Diese wurden unter anderem aus Literaturstudien und aus Workshops mit Artenexperten zusammengeführt.

Praxishilfen

Im Rahmen des Konzepts werden "Praxishilfen" erarbeitet, die die Umsetzung auf der Fläche erleichtern. Auch verschiedene umsetzungsbezogene Veröffentlichungen aus anderen Bundesländern werden dabei berücksichtigt.

Artikel-Datum: 09.11.2009