Der bäuerlich geprägte Privatwaldbesitz in Baden- Württemberg

Das Testbetriebsnetz Kleinprivatwald 5-200 ha

Der Südschwarzwald

Ausdehnung: südöstlich von Freiburg im Breisgau einer Linie Dreisam – Höllental –Titisee-Neustadt - Hüfingen.

Fläche: ca. 3.200 km2

Geologie: Im zentralen und westlichen Teil hauptsächlich aus kristallinem Grundgestein (Gneise und Granite) aufgebaut, im Osten teilweise aufliegender Oberer Buntsandstein

Böden

Klima: Das Niederschlagsmittel reichen von ca. 900 mm (Rheinebene/ Vorbergzone) bis zu 1.900 mm im Hochschwarzwald (Feldberggebiet). Die Durchschnittstemperaturen liegen bei ca. 9°C in der Rheinebene und 5°C in den Hochlagen.

Vegetation / Waldanteil: Insgesamt Mischwald aus ca. 60% Fichte, 10% Tanne und 30% Laubbaumanteil mit steigender Tendenz des Laubholzes nach Süden bzw. südlich exponierten Lagen. Das Vorherrschen der Fichte ist durch Aufforstungswellen von Grenzertragsböden nach 1900 bedingt.

Siedlungsgeschichte: Im Mittelalter stand der größte Teil im Eigentum der „Bertholde“, später Geschlecht der „Zähringer“ genannt, die Gegend um Todtnau war Staufischer Besitz.. Östlich der Siedlung „Neu“- Stadt schloss sich Fürstenbergischer Besitz mit Sitz in Donaueschingen an. Die Besitzungen der Zähringer lagen westlich wie östlich des Schwarzwaldes, daher wurde die Besiedlung des Hochschwarzwaldes sowohl vom Dreisamtal aus, als auch von Lenzkirch (Herren von Urach) betrieben. Der höchste Berg, der 1493 m hohe Feldberg, ist wie die anderen Erhebungen über 1300 m.ü.M. (Belchen, Herzogenhorn) früh beweidet worden und daher unbewaldet. 
Das Gebiet um St. Blasien war bis zum Randen klösterlicher Besitz des Benediktinerordens. Dessen Gründung geht auf die Schenkung einer „Cella...Alba“ des Kloster Rheinau zurück, dabei spielt eine angeblich gefälschte Urkunde des Kaisers Otto II. eine gewisse Rolle. Von St. Blasien ging eine rege Rodungsaktivität in Richtung Menzenschwand, Bernau, Höchenschwand als auch zum Gebiet des Dachsberg aus. Im Bernauer Hochtal wurden u.a. Tiroler Handwerker und Bauern angesiedelt. Die Kohlenbrennerei, Glasbläserei und die Holzschneflerei (Schnitzhandwerk) hielt Einzug. 
Wie groß die Rohdungsaktiviät war, lässt sich bis heute an den zahlreichen Ortsnamen mit den Endungen „– schwand“ (von verbrennen/ verschwenden) ablesen. Mit der Vergabe von Bewirtschaftungsflächen in Form von Erblehen wurde in dieser Region letztlich der Grundstein für den heutigen bäuerlichen Waldbesitz gelegt.