Bestandsentwicklung

Im Verlauf der Waldgeschichte Mitteleuropas gab es um-wälzende Veränderungen der ursprünglichen Waldlandschaft, einerseits hervorgerufen durch klimatische Veränderungen andererseits durch das Einwirken des Menschen. Auch die Rauhfußhühner als Waldbewohner waren, sind und bleiben diesen Veränderungen unterworfen.


Seit Anfang dieses Jahrhunderts geht der Bestand an Rauhfußhühnern im Schwarzwald drastisch zurück. 1997 wurden noch etwa 400 Auerhuhn-Vorkommen nachgewiesen. Das entspricht etwa 10 % des geschätzten Bestandes um die Jahrhundertwende. Noch schlechter steht es um die Hasel-hühner. Im Zeitraum 1968 bis 1971 wurden noch 400 Haselhuhn-Vorkommen nachgewiesen, im Zeitraum 1992 bis 1995 gerade noch 95.


Heute vollzieht die Forstwirtschaft den Wandel zu einer ökologisch und ökonomisch vorteilhaften naturnahen Wald-wirtschaft, die auch für Rauhfußhühner verbesserte Lebens-bedingungen schaffen kann. Auch naturverträgliche Touris-muskonzepte werden vielerorts angegangen. Dieser Wandel braucht jedoch Zeit, den die bedrohten Auer- und Hasel-hühnerbestände im Schwarzwald nicht haben. Das Projekt "Integraler Habitatschutz für Rauhfußhühner im Schwarzwald" soll den Auer- und Haselhühnern und mit ihnen vielen weiteren Arten, die ähnlich hohe Ansprüche an die Strukturvielfalt ihres Lebensraumes stellen, eine Brücke zu zukünftig überlebens-fähigen Populationen im Schwarzwald schlagen, mit verteilten aber untereinander vernetzten, artgerechten Lebensräumen.
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