Konzept

Integriertes Nutz- und Schutzkonzept

Projektschritte

Integriertes Nutz- und Schutzkonzept

Eine genaue Analyse des Projektgebietes bildet die Grund-lage für eine gemeinsam mit Interessenvertretern der Forst-wirtschaft, der ansässigen Gemeinden und des Tourismus erstellte Entwicklungsplanung.

In einem Netzwerk ausgewählter Teilgebiete (Ruhezonen) wird die Lebensraumqualität für die Rauhfußhühner durch Habitat-pflegemaßnahmen und Besucherlenkung verbessert. Die anderen Gebiete (Störzonen) werden dagegen touristisch auf-gewertet. Die Bewirtschaftung der Wälder und die Habitat-pflegemaßnahmen folgen den Prinzipien des naturnahen Waldbaus.

Für Besucher werden geeignete Informationsangebote ge-schaffen, welche über die Lebenszusammenhänge der Rauh-fußhühner und die getroffenen Maßnahmen informieren.
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Projektschritte

1. Stufe: Situationsanalyse

Das Untersuchungsgebiet wird mit Hilfe moderner geo-grafischer Informationssysteme (GIS) im Hinblick auf Wald-struktur, Rauhfußhühnervorkommen und touristische Infra-struktur analysiert.

2. Stufe: Waldbauliche Maßnahmen

Gemeinsam mit der Forstverwaltung werden die Schwerpunkt-gebiete der Habitatgestaltung festgelegt (Ruhezonen). Dort werden Pflegemaßnahmen im Rahmen des naturnahen Waldbaus durchgeführt, um die Habitate für Rauhfußhühner zu verbessern.

3. Stufe: Besucherlenkung

In Abstimmung mit den betroffenen Gemeinden und mit Interessenvertretern des Tourismus, des Sports und des Natur-schutzes werden Besucherlenkungsmaßnahmen durchgeführt. Die sport- und tourismusbezogene Infrastruktur wird in den "Störzonen" konzentriert und aufgewertet. Die sensiblen Natur-räume (Ruhezonen) werden dadurch entlastet.

4. Stufe: Projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit

Eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, beispielsweise durch Infor-mationstafeln, Lehrwanderungsangebote oder Ausstellungen, schafft bei den Waldbesuchern Akzeptanz und fördert ein naturbewusstes Verhalten.

5. Stufe: Monitoring und Verbreitung der Ergebnisse

Die Veränderungen der Waldstruktur und im Bestand der Auer- und Haselhühner werden wiederum mittels geo-graphischer Informationssysteme erfasst und analysiert. Die Projektergebnisse werden aus dem Modellgebiet in andere vergleichbare Regionen übertragen (vgl. die in der AG Rauhfußhühner repräsentierten Gebiete).
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